17. Juni 2007 Tori Amos

Aus Rockinberlin
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17. Juni 2007 Tori Amos
American Doll Posse World Tour
Ort Tempodrom
Veranstalter Marek Lieberberg
Bands/Künstler
Tori Amos & Band
Setlist
Tori Amos & Band

Erinnerungen von "Sydowski"

Die Frau ist einfach wahnsinnig gut. Enorme Bühnenpräsenz, tolle Stimme, guter Sound, toller Auftritt. Diesmal mit Band. Hat mir 130 Minuten viel Freude gemacht  :)

Nadine Lange vom Tagesspiegel urteilt folgendermaßen:

Fünf Frauen im Schredder
Was macht bloß diese schwarzhaarige Frau in der Latexleggins und dem orangefarbenen Stofffetzen da? Sie sieht nicht aus wie Tori Amos. Und was sie mit der dreiköpfigen Band spielt, hört sich auch nicht nach Tori Amos an. Obwohl der Song von ihr stammt. Der Klassiker „Cruel“, zerschreddert und zerdehnt, kommt als unglaubliches Prog-Rock-Monster über das Publikum im Tempodrom. Als es mit „Teenage Hustling“ weitergeht, ist klar: Die laszive Lady dort oben ist Pip, eine der vier Kunstfiguren, die Tori Amos sich für ihr neues Album „American Doll Posse“ ausgedacht hat. Aus Pips Sicht singt sie die blues-rockigen Songs der Platte. Entsprechend krachend gerät der erste Teil des Konzerts. Das Publikum reagiert eher zurückhaltend und ist sichtlich erleichtert als die 43-Jährige nach einer kleinen Pause im Glitzeranzug und mit roten Haaren an ihren Bösendorfer-Flügel zurückkehrt. Sie spielt „Big Wheel“, dessen großartiger Groove sofort mitreißt. Die Band macht der sonst meist allein tourenden Musikerin sichtlich Spaß: Kraftvoll singt sie gegen Matt Chamberlains Schlagzeug an, imitiert den Wah-Wah- Sound von Gitarrist Don Phelps und wirft trotz bandagierter rechter Hand tänzelnde Piano- Läufe über den wühlenden Bass von Jon Evans. Einige ältere Stücke wie „Bells For Her“ spielen die vier in völlig veränderten Versionen, was einen sehr belebenden Effekt auf die Songs hat.
Fast etwas pflichtschuldig wirkt hingegen der in Kitschlicht getauchte 20-minütige Soloteil. Er zeigt wie weit Tori Amos inzwischen von der zarten Schmerzensfrau ihrer frühen Karriere entfernt ist und wie sicher sie mit Perspektiven spielt. So ist das beste Stück in diesem Block das Cover von Joni Mitchells „A Case Of You“. Anschließend kehrt die Band für eine weitere beglückende Stunde zurück. Fabelhaft.

Weblinks