4. November 2019 Engerling: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 8. November 2019, 18:48 Uhr

30 Jahre Friedliche Revolution – Mauerfall
Ankündigung
Ankündigung
Ort Gethsemanekirche
Uhrzeit 20 Uhr
Eintrittspreis Nix
Bands/Künstler
Engerling
Gastmusiker
Violine, Gesang Shir-Ran Yinon
(c) Arno P.


Erinnerungen

Zunächst gab es eine Diskussionsrunde über die Geschichte / Rolle / Bedeutung der Bluesmessen in Ost-Berlin (u.a. mit Body Bodag und dem sich - wie immer - gut in die Diskussion einbringenden Historiker Ilko Sascha Kowalczuk).

Ca. 20:40 Uhr (also mit 10-minütiger Verspätung) begann dann das Engerling-Konzert mit dem einzig komplett englisch-sprachigem Titel Little Red Rooster, der direkt in das Instrumental Albatros überging. Beides begleitet von der Slide-Gitarre von Band-Urgestein Heiner Witte. Überhaupt war eben diese Slide-Gitarre heute Abend angenehm oft zu hören.

Es folgte ein überwiegend deutschsprachiges Programm, beginnend mit dem namensgleichen Engerling-Blues, dem sich etliche Klassiker des Band-Repertoires anschlossen (u.a. Egoland, Moll-Blues, Molls Party, Jetzt kommen andere Zeiten / The Times are changing). Bei Letzterem begleitete erstmals die Violonistin Shir-Ran Yinon die Band, was sie letztlich in der Mehrzahl der dargebotenen Titel fortsetzte; auch mit Gesang. Erster Höhepunkt, nach über einer Stunde Konzert, war dann Mama Wilson mit Bodies Mundharmonika-Einsatz. Getoppt wurde das aber dann mit einer überlangen Version des Narkoseblues. Body verwies zuvor schon in der Ansage darauf, dass nach dem Titel um den toten Alan Wilson nun noch weiterer Verstorbener gedacht werden soll. Und so mündete der Narkoseblues in einer Mega-spannenden instrumentalen Version vom Apfeltraum (somit an die verstorbenen RENFT-Mitglieder Klaus „Renft“ Jentzsch und Peter „Cäsar“ Gläser erinnernd) und bettete darin noch Melodiefetzen von White Room, Major Tom, Free Falling und Burning Fire ein; gab somit Reminiszenzen an Jack Bruce, David Bowie, Tom Petty und Johnny Cash. Nach gut 90 Minuten war dann Schluss, doch ohne sich lange bitten zu lassen, gab es noch das Herbstlied als Zugabe.

Die Kirche war gut besucht – aber nicht proppevoll, der Sound war für ne Kirche okay und die Stimmung war gut. Summa Summarum: Für ein Umsonst-Konzert ein ausgesprochen gutes Erlebnis in eingebettetem Kontext & Ambiente.

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