6. November 2019 Fehlfarben, Zerfall

Aus Rockinberlin
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30 Jahre Friedliche Revolution – Mauerfall
Ankündigung
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Ort Alexanderplatz
Uhrzeit 19:30 Uhr
Eintrittspreis Nix
Bands/Künstler
Zerfall
Fehlfarben




Anlässlich des 30. Jahrestages vom Mauerfall wurde auch auf dem Alexanderplatz eine Bühne für Konzerte u.a. aufgebaut, auf der es am 6.11.2019 zum Doppelkonzert von Zerfall und Fehlfarben kam.

Erinnerungen

Bisher hatte ich Zerfall nicht auf’m Schirm. Das Parocktikum-Wiki beschreibt sie als Punk-Band. Doch ist das noch Punk, wenn die Band pünktlich beginnt, der Sound gut ist und die Gitarre nach ein paar Songs neu gestimmt wird ;-)) ??

Zerfall boten die klassische Rock-/Punk-Besetzung: Bass, Schlagzeug, Gitarre + Sänger. Immerhin die Attitüde war PUNK: Die Songs waren schnell, laut und kurz. Die Bierflaschen kreisten und die Texte boten die typischen Parolen gegen Polizei, Staat, Kapitalismus - aber ein eigener Haufen Geld wäre schon schön. Kurz vor Schluss des 40-Minuten-Auftritts gab es einen Willkommens-Gruß an „Die blauen Möven“ ?? - -worauf knapp 10 weitere Punker*innen die Bühne enterten und einen zarten Pogo mit der Band zelebrierten. Der Schlusstitel enthielt dann kurze Textbezüge zu den SCHERBEN und einen Hinweis auf die anschließend auftretenden FEHLFARBEN: Wir sind die Türken von morgen. Trotz aufkommenden Niesel- und Starkregens lauschten dem Zerfall Hunderte Leute.

Eine Viertelstunde danach, ab ca. 20:30 Uhr, spielten die Fehlfarben mit einer gegenüber Zerfall erweiterten Besetzung: neben Bass, Schlagzeug(erin), Gitarre + Sänger nun auch noch Keyboard + Blasinstrumente (Saxophon, Triola). Fehlfarben boten dann auch gediegenere Kompositionen, längere Stücke, einen komplexeren musikalischen Ansatz – bei annähernd gleicher Spielfreude.

Übers Konzert verteilt erklangen auch die drei Hits MILITÜRK, EIN JAHR (ES GEHT VORAN) und PAUL IST TOT, die alle eher unter anderen Zeilen ihrer Texte berühmt wurden: Kebabträume in der Mauerstadt (oder auch: Wir sind die Türken von morgen), Geschichte wird gemacht bzw. Was ich haben will, das krieg ich nicht… Obwohl sie die gleiche Bühne und Anlage wie Zerfall nutzten, erschien der Sound etwas schlechter; insbesondere das Gesangsmikro war zu leise. Bei zum Glück nachlassendem Regen spielten sie 50 Minuten und dann noch zwei Zugaben. Trotz des schlechten Wetters lauschten mehrere Hundert Leute – etliche mehr als bei Zerfall. --Arno P (Diskussion) 01:53, 9. Nov. 2019 (CET)


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