Erinnerungen UweB

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Erinnerungen an Konzerte (UweB)

Es gibt 21 Seiten mit Erinnerugen aus dem Konzert-Tagebuch von UweB.

Konzert Erinnerungen Ort
1. Mai 1982 Tempodrom Eröffnungsfest mit Mau Mau, Ja Ja Ja u.a.

Originaltext aus dem Konzert-Tagebuch (Uwe Behm):

Besetzung: dr, b, voc/moog

JaJaJa: Schlagzeugsolo (sehr gut) mit stimmlicher Unterstützung durch die Sängerin und Begleitung durch den Bass.

1. Mai 1982 Tempodrom Eröffnungsfest mit Mau Mau, Ja Ja Ja u.a.

Originaltext aus dem Konzert-Tagebuch (Uwe Behm):

Besetzung: dr, git/b, b/git/dr, synt, sax

Mau Mau: Zwei Ex-DAFer und zwei Ex-Fehlfarben und fertig ist die erste deutsche "Super Group". Aber bloß auf'm Papier. Schicke Klamotten und Frisuren reichen nicht mehr aus, um fehlende Eigenständigkeit der Musik zu kaschieren. Gut die Idee mit dem Standschlagzeug und dem Saxophon, das 'n bißchen Abwechslung in den Laden bringt. Sonst wenig originell.

Tempodrom, gut halbvoll
28. April 1982 UKW

Originaltext aus dem Konzert-Tagebuch (Uwe Behm):

Besetzung: dr, b, voc, git, keyb

UKW ist einer von neun Senatsgewinnlern, sicherlich zu Recht, denn die Youngsters kommen nicht nur bei Teenies gut an. Erstaunlich viel ältere Semester im Metropol, zwar vielsagend und "reif" lächelnd ob der "Kleinen", aber doch (hoffentlich) vertraut mit den Textinhalten, die sich größtenteils um alle möglichen Probleme der Liebe drehen, erfrischend direkt und - ja - normal; man/frau erkennt sie wieder. ..> hier mehr >..

Metropol, proppevoll
25. April 1982 Mitch Ryder

Originaltext aus dem Konzert-Tagebuch (Uwe Behm):

Besetzung: git, git, voc, b, dr, keyb

Ganz toller, erdiger Bluesrock, wirklich vom Feinsten. Ohne Zweifel kann man Mitch Ryder auf eine Stufe mit den weißen Bluesrockern Chapman oder Van Morrison stellen. Die Stimme ist kernig, rauchig, variabel mit großem Umfang, ohne Hall verstärkt. Zwei starke Gitarristen, ein klasse Schlagzeuger, alle mit den Einfällen bestückt, die die Jungs eben aus der Menge der Rocker herausheben. Gewünscht ..> hier mehr >..

Metropol, nicht sehr voll (!)
22. April 1982 Bel Ami

Originaltext aus dem Konzert-Tagebuch (Uwe Behm):

Besetzung: dr, git/voc, git, b, (sax)

Berliner Altrocker am Werk, seit vielen Jahren in größeren Abständen zu hören und längst mit 'ner LP vertreten. In der sensationsgeilen und kurzlebigen New-Wave-Szene etwas untergegangen. Kein Wunder, denn Bel Ami spielen stinknormalen melodiösen Rock'n Roll und verzichten auf Bühnenmätzchen. Aufwand wird nur mit der sehr guten Anlage getrieben. Vom Rhythm & Blues stammender Rock, strophenartig ..> hier mehr >..

Metropol, gut halbvoll
3. April 1982 Joey Albrecht

Originaltext aus dem Konzert-Tagebuch (Uwe Behm):

Besetzung: dr, keyb, b, git/voc

Joey Albrecht mit seiner neuen Truppe, die ins Jazzrocklager driftet, nun von der Orgel beherrscht wird, sicherlich mit Anspruch gespielt, aber letztendlich etwas abgehoben und kühl. Joey in gewohnter Pose (bis auf die langen, fettigen Haare) und Qualität, aber in der neuen Besetzung (sax + git fehlen) fehlt selbst songs wie "I'm in love again" der drive, die Dynamik und die Ausstrahlung.

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Quasimodo, 3/4 voll
1. April 1982 Unknown Gender

Originaltext aus dem Konzert-Tagebuch (Uwe Behm):

Besetzung: dr, b, git/voc

Nach dem sensationellen Auftritt im Quartier nun zwei Abende in der viel zu kleinen und verbauten Music Hall, wo der Sound der verhallten Gitarren und Stimmen nicht so richtig rüberkommt. Musik wie im Februar Prädikat Weltklasse.

Music Hall(Friedenau), voll
29. März 1982 Olympic Rock & Blues Circus

Originaltext aus dem Konzert-Tagebuch (Uwe Behm):

Besetzung:

Chris Farlowe vocals
Jon Lord keyboards
Pete York drums
Colin Hodgkinson bass
Charly Eichert drums
Jeff Reynolds trumpet
Jim Capagnola saxophon
André Pet trombone
John Marshal guitar

Wohl eine ziemlich einmalige Zusammenstellung von Bluesmusikern. Zu hören waren die Lieblingsnummern eines jeden aus vergangenen Zeiten, neu instrumentiert und arrangiert von einer Rock-Big-Band. Für ..> hier mehr >..

Joe's Biersalon (Joe am KuDamm), mäßig gefüllt (!)
29. März 1982 Herman Brood

Originaltext aus dem Konzert-Tagebuch (Uwe Behm):

Besetzung: keyb/voc, git, b, dr, voc, voc

Eine etwas eigenwillige Idee, vier Tage hintereinander im selben Club aufzutreten. Aber Herman füllt den Räucherkeller ganz lässig auch vier Tage. Mit bester Kondition und Konzentration bis in die Fingerspitzen sorgt er über zwei Stunden für Spannung und Tanzstimmung, wofür aber kein Platz ist. Schneller unkomplizierter Rock'n Roll ist angesagt, kaum bleibt Zeit zum Ausruhen oder Luftholen, ..> hier mehr >..

Quasimodo, unangenehm voll
27. März 1982 Grandmothers of Invention

Originaltext aus dem Konzert-Tagebuch (Uwe Behm):

Besetzung: dr, moog/trump, b, git, keyb, voc/dr

Die Mothers in altgewohnter Manier, vielleicht mit mehr Jazzpassagen als früher. Ihre Fans ebenfalls wie gewohnt versammelt, vorsichtig mit dem Zeh wippend oder bei Highlights mit einem wissenden Lächeln auf den sicherlich gut dreißigjährigen Lippen. Dank zusammen ca. einhundertjähriger Rockmusikerfahrung (oder mehr?) legen dann Preston & Co auch einige Coolness an den Tag, obwohl die Musik ..> hier mehr >..

Quartier Latin, noch etwas Platz
16. März 1982 Climax Blues Band

Originaltext aus dem Konzert-Tagebuch (Uwe Behm):

Besetzung: dr, keyb, git, b, sax

Bluesrock nach alter Schule, aber vom Feinsten. Bestens komponierte und durcharrangierte Stücke nach wohlbekanntem Bluesmuster, wo Gesang und Soloinstrumente abwechselnd in den Vordergrund treten. Ab und zu Boogie-Fetzer des Keyborders und auch mal ein Stehblues. Gitarrist sieht aus wie Peter Frampton (oh) und spielt wie Gallagher, hat aber auch feeling für langsame Sachen und Riffs à la Mayall. Kerniges ..> hier mehr >..

Quartier Latin, voll
3. März 1982 Simple Minds

Originaltext aus dem Konzert-Tagebuch (Uwe Behm):

Besetzung: dr, b, voc, git, keyb

Schwermütiger New Wave Rock, hervorragend instrumentiert, arrangiert und auch live rübergebracht. Bestimmend die Keyboards (drei Manuale) und der Gesang (stark verhallt). Ständig schwirren zusätzlich zum Orgelteppich Synthesizerfetzen und -akkorde durch die Gegend, ab und zu auch noch von 'ner Rhythmusmaschine unterstützt, die sie sich hätten schenken können, denn Bass und Drums waren schon kernig ..> hier mehr >..

Metropol, voll
25. Februar 1982 Toots & the Maytals

Originaltext aus dem Konzert-Tagebuch (Uwe Behm):

Besetzung: dr, b, keyb, lead git, rhythm git, congas, voc, voc, lead voc

Was passiert, wenn eine teure Profi-Maschinerie Disco-Reggae mit Soul mischt? Wenig Aufregendes. Alle Neune (!) werkelten recht lustlos an ihren Instrumenten bzw. Mikros herum, ganz die gestressten Tournee-Profis, auf den Feierabend wartend und das Tourneeende herbeisehnend. der Sänger gab sich allerdings größte Mühe, ausgelassene Tanz- und Mitsingestimmung zu ..> hier mehr >..

Metropol
24. Februar 1982 Polen-Benefiz-Konzert

Originaltext aus dem Konzert-Tagebuch (Uwe Behm):

Besetzung: dr, b, git/voc

Unknown Gender: "What's the matter with the boys?" Nicht viel los mit den Jungs, die drei Frauen aus New York haben mehr drauf. Minimalbesetzung, Maximalwirkung. Selten so knackiges, vielseitiges Schlagzeug gehört. Bass schon fast vollwertiges Melodieinstrument, Gitarre atemberaubend, ab und zu interessant verfremdet, viel Hall, reichlich Einfälle. Akkorde und Kadenzen donnern nur so durchs Quartier. Stimme mit ..> hier mehr >..

Quartier Latin, voll
28. Mai 1982 Ton Steine Scherben, Carambolage

Originaltext aus dem Konzert-Tagebuch (Uwe Behm):

Besetzung: dr, keyb, voc, git, git/voc, b/voc

Die Scherben mit der gewohnten Musik - rauhem Hardrock abwechselnd mit ruhigen Bluesstücken -, der sie seit zehn Jahren treu geblieben sind. Dominiert durch 'ne schöne hallige Bluesgitarre und den rotzig-aggressiven Gesang mit Texten aus dem (manchmal nicht mehr ganz taufrischen) Alltag.
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28. Mai 1982 Ton Steine Scherben, Carambolage

Originaltext aus dem Konzert-Tagebuch (Uwe Behm):

Besetzung: dr, voc/git/keyb, b/git/voc, b/sax

Frauenrockband aus der Landkommune. Düsterer Rock mit schöner Stimme, noch etwas unsicherem Saxophon und kaum verständlichen deutschen Texten. Wer schenkt bloß dem Tempodrom mal 'nen richtig guten Equalizer?

Tempodrom, 3/4 voll
4. Juni 1982 Happy Summer Night

Originaltext aus dem Konzert-Tagebuch (Uwe Behm):

Besetzung: dr, perc, vibes/perc/fl/voc, voc/git, keyb, git, b, voc, voc, voc, tromb, trump, sax

Kid Creole & The Coconuts: New-York-Entertainment gehobener Klasse. Für Rock schon fast 'ne Big-Band-Besetzung mit ganz nettem Bläsersatz und drei ätzenden Hula-Hoop-Tussis. Musik angesiedelt bei Funk, Disco-Pop, Soul und Latin-Rock. Betonung liegt auf Rhythmus und Gesang, geprägt von den unzähligen Percussion-Instrumenten und dem Gesang des ..> hier mehr >..

4. Juni 1982 Happy Summer Night

Originaltext aus dem Konzert-Tagebuch (Uwe Behm):

Besetzung: voc, git/voc, keyb/vibes, keyb, git/viola, b, dr, sax

Roger Chapman & The Shortlist: Englische Rocker in Reinkultur. Blues- und Rockmusiker der Spitzenklasse mit Oberkrakeeler "Chappo" als Sänger. Einer der ganz großen weißen Bluesröhren wie van Morrison und Burdon. Typisch sein aggressiver Gesangsstil mit dem zitternden Vibrato in der Stimme. Auf der Bühne wie immer vor Vitalität strotzend kann er sich kaum im Zaume halten. ..> hier mehr >..

4. Juni 1982 Happy Summer Night

Originaltext aus dem Konzert-Tagebuch (Uwe Behm):

Besetzung: dr, b, git/voc, keyb/voc

Ideal: Unglaublich, diese Retorten-Studio-Band als Hauptact zu verkaufen. Argwöhnisch beobachteten denn auch Krüger und Humpe die Spielfreude und Zuschauerresonanz bei Chapman und Black Uhuru, derer wegen wohl auch die meisten Leute gekommen waren, leerte sich doch die Waldbühne spürbar nach dem Reggaegig. Die Bühnenpräsentation entspricht dann auch dem Millionenverkäufer der NDW, WEA-Einfluß ..> hier mehr >..

Waldbühne, gut halbvoll
7. August 1982 SFB Rocknacht

Originaltext aus dem Konzert-Tagebuch (Uwe Behm):

1. Neonbabies

Besetzung: b, dr, git, sax, voc/keyb

Rhythm & Blues-orientierter schräger New-Wave-Rock schnellerer Gangart. Interessant das melodiöse Saxophon, ätzend die Stimme der jüngeren Humpe-Schwester Inga. Zwar halbwegs originelle Texte, aber wenig Talent und Ausdruckskraft beim Singsang. Überbewertete Lokalband. "Moderne Liebe" und "Spaß muss sein".

2. Ulla Meinecke

Besetzung: dr (Chris Evans), b, git, keyb, ..> hier mehr >..

Waldbühne
8. Juni 1982 The Rolling Stones

Originaltext aus dem Konzert-Tagebuch (Uwe Behm):

Vorprogramm The J.Geils Band

Besetzung: voc, git, harm/sax, b, dr, keyb

Typische Live-Band, deren Musik unbedingt auf die Bühne muss, in Europa aber erst in den letzten zwei Jahren Fuß zu fassen beginnt. Harter, schneller Rhythm & Blues wird gespielt, aufwendig instrumentiert und bestens arrangiert. Stilprägend die Mundharmonika, die wohl sonst nur von J.Mayall so perfekt in die weiße Bluesmusik integriert wurde, hier aber ekstatischer ..> hier mehr >..

Waldbühne
30. Juli 1982 Nachdruck

Originaltext aus dem Konzert-Tagebuch (Uwe Behm):

Besetzung: b (Martin Franke), dr (Bernhard Heusler), git (Ludwig Lenz), voc (Christian Jackowski)

Sophisticated Pönk. Junge Spandauer Amateurtruppe mit einem der ersten Club-Auftritte in einem etablierten Laden. Gitarre und Bass sind ganz offensichtlich Rythm&Blues-beeinflusst und -orientiert, Anleihen bei Waters sind unverkennbar. Auch Cochran und Diddley müssen die Jungs schon mal gehört haben. Die Stimme kommt punkrotzig daher, hat zwar ..> hier mehr >..

Flöz
26. Mai 1982 Third World

Originaltext aus dem Konzert-Tagebuch (Uwe Behm):

Besetzung: dr, perc, b/voc, git/voc, voc/git, keyb/voc

Third World sind sicherlich eine der vier, fünf wichtigsten aktuellen Reggae-Bands. Entsprechend der Aufwand (angereist mit vier riesigen LKWs und Bussen) und der Eintrittspreis. Die Musiker sind alle Jamaicaner, allerdings schon vor fast zehn Jahren nach England ausgewandert. So sind Rhythm & Blues sowie Funkeinflüsse unverkennbar. Weit weg vom Roots Reggae eines Marley oder Burning ..> hier mehr >..

Metropol, voll
29. Mai 1982 Morgenrot

Originaltext aus dem Konzert-Tagebuch (Uwe Behm):

Besetzung: keyb, git, b, voc/git, dr

Die bekanntesten Kneiper Berlins sind Rockprofis geworden. Weg von Tresen und Zapfhahn, hin zum Unterhaltungsgiganten CBS. Um 'ne gewisse Distanz zwischen sich und selbigen zu legen, nennen sie ihre neue Platte zynisch-selbstkritisch "Geld macht glücklich". Nun, die Musik hat nicht gelitten, Hardrock und melodiöser Bluesrock -- auch mal langsame Sachen -- sind angesagt. Die Nivellierung der einzelnen ..> hier mehr >..

Quartier Latin, voll
15. September 1982 Eric Burdon & Band

Originaltext aus dem Konzert-Tagebuch (Uwe Behm):

Besetzung: dr, piano, piano, git, b, voc

Wer die ätzenden 70 Minuten Verspätung in Kauf nahm, kein Bierglas auf die Omme bekam und irgendwo eine Sichtlücke in dem Pfeilerwirrwarr ausmachte, wurde von einem Burdon in Höchstform entschädigt. Eine gesunde Mixtur von neueren Sachen und Oldies wurde mit einer alles einnehmenden Intensität (und unnötig hoher Lautstärke) in den Menschenhaufen (so sieht's von der Bühne aus im Sektor aus) ..> hier mehr >..

Sector, (gerade noch erträglich) voll

Ergebnis: Es gibt 21 Seiten mit Erinnerugen aus dem Konzert-Tagebuch von UweB.


weitere Erinnerugen

Konzert Erinnerungen Ort
5. Juni 1971 Pink Floyd

Die Floyds sind zum zweiten Mal in der Stadt. Sie haben für diesen Abend ihre "Surround"-Anlage und eine echte Lightshow mitgebracht. Wir haben uns mit Plätzchen der besonderen Art auf das Ereignis vorbereitet. Und ich "fahre richtig ab" - um im damaligen Jargon zu bleiben. Nur einer meckert! Der Herr Zahl. Er nennt die Band "Trip-Torrianis". Die wirklich wahren Avantgardisten finden sich an diesem herrlich warmen Sommerabend im Tiergarten ein. Dort gibt's Stockhausen zu hören.--Bernd, der Radowicz 09:30, 23. Jun. 2010 (CEST)


Wir kamen ziemlich spät in den ausverkauften Sportpalast rein und mussten mit Plätzen im höchsten Oberring vorlieb nehmen; dort war die Akustik natürlich nicht so überragend. Trotzdem war das Konzert ein denkwürdiges Erlebnis, besonders beim Stück Echoes/The return of the son of nothing, bei dem ein Pferd durch den Oberring zu galoppieren schien – eine Vielzahl von Lautsprechern machte dies möglich. Das Konzerts dauerte übrigens fast zweieinhalb Stunden.--Mwweiss (Diskussion) 00:48, 9. Mär. 2018 (CET)


Wir kamen ebenfalls recht spät, mussten aber vor allem erstmal die Niederlage Herthas gegen Bielefeld (0:1) verdauen. Waren wir doch unmittelbar vorher unter den 37.000 Zuschauern im Olympiastadion, die eines der Skandalspiele des legendären Bundesligaskandals der Saison 1970/71 verfolgten. Zum Konzert: Der Surround-Sound und andere technische Spielerchen von Pink Floyd entführten uns aus der Realität in eine surreale Welt. Wir machten Tonbandaufnahmen, die heute noch im Internet kursieren. Das Konzert bleibt unter den Top Ten meines Konzertlebens. (Uwe Behm)--UweB (Diskussion) 22:08, 17. Feb. 2019 (CET)


Sportpalast
20. Juni 1980 Bob Marley and the Wailers

Ja, es klarte auf am frühen Abend. Als es endlich dunkel wurde, fing der Regen im zweiten Set aber wieder an. Es gab ja die erst 1982 installierte Bühnenüberdachung noch nicht und so behalf man sich mit einem extra errichteten riesigen rechteckigen Zelt, das aber nicht bis zum Bühnenrand reichte. Deshalb wurden die vordersten Lautsprecher und die Gesangsmonitore mit Plastikplanen geschützt. Nicht nur der Regen, auch die zunehmenden Rauchschwaden verhinderten einen klaren Blick auf die Bühne. An Letzteres wohl gewöhnt begeisterte Marley mit originärem Roots Reggae, welcher hier endlich einmal so langsam und mit vielen Synkopen gespielt wurde, wie es auf Jamaica üblich ist. Der ausgefeilte Sound war für den Gründer der weltberühmten Tuff Gong Studios selbstverständlich. Das geneigte Publikum zollte nicht nur Beifall, sondern zeigte auch bewegenden Ausdruckstanz. Die eingematschte Waldbühne erlebte nachfolgend eine Renaissance, begleitet von zahlreichen Umbauten. (Uwe Behm, im Juni 2015)

Waldbühne
Konzert Hintergrund der Veranstaltung Ort
24. Februar 1982 Polen-Benefiz-Konzert

Tatsächlich, Polen ist nur 80 km entfernt vom Quartier Latin in der Potsdamer Straße. Vielen Polen ging es zu dieser Zeit, 1 1/2 Jahre nach Gründung von Solidarność, schlecht. Es gab jede Menge Versorgungsengpässe und Preiserhöhungen für Lebensmittel sowie politische Probleme bis hin zum Einsatz des Militärs und Verkündung des Kriegsrechts gerade zwei Monate vor der Veranstaltung. Der Verein Verschwendete Talente e.V. verknüpfte den Hilfswillen der Westberliner Bevölkerung mit dem Hype der Neuen Deutschen Welle, nicht ungeschickt. Dass dabei auch - vorsichtig ausgedrückt - völlig unbegabte Menschen ihr Gewurschtel mit scheinbar unbeherrschbaren Instrumenten einer größeren Konsumentenmenge zu Gehör bringen konnten, war anfangs der 80er in der NDW-Szene normal. Sogar Kinder (pfui) standen auf der Bühne (Dennis & die Hulahoops). Man fragte sich, ob der Name des Vereins nicht doch irgendwie Programm sei ??? -- Unknown Gender aus NYC und mit Abstrichen Der moderne Man aus Hannover bildeten die Ausnahmen, waren Musiker, die wussten, was sie spielten. Ansonsten ging es eben um die Solidarität mit den Polen und man hoffte, dass die angekündigten Lebensmitteltransporte von wirklichen Talenten erledigt werden. Da der Februar ja zur Hauptsaison für Konzerte zählt, gab es rund um den Termin im Quartier viele andere durchaus populäre Bands zu sehen, innerhalb einer Woche waren das z.B. White Russia, Toots & the Maytals, PVC, Nichts, E.L.O., Earth, Wind & Fire, ..> hier mehr >..

Quartier Latin, voll