Monokel

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Monokel
Gründung 1976
Gründungsmitglieder
Gesang Mundharmonika Frank „Gala“ Gahler (bis 1982)
Gitarre Gesang Sebastian “Buzz Dee” Baur [1]
Gitarre Gesang Wilfried Borchert
Schlagzeug Mario Janik[2]
Bass Jörg “Speiche” Schütze
Ehemalige Mitglieder
Gitarre Gesang Bernd "Kuhle" Kühnert (ab 1979)
Gitarre Gesang Michael "Lefty" Linke (ab 1979)
Schlagzeug Rainer „Lello“ Lojewski (1979-82)
Schlagzeug Bernd "Erny" Damitz (1982-2007)
Gesang Gitarre Mundharmonika Bernd “Zuppe” Buchholz (ab 1982 für Gahler)
Gitarre Gerd "Krampfi" Pöppel (ab 1982)[3]

Band-Geschichte

Zu DDR-Zeiten war "Monokel" (1976 gegründet und mit ihrem Einstufungs-Konzert im großen Saal des VEB EAW Treptow erstmals öffentlich wirksam) eine wichtige Blues-Rock-Band, die auch mit deutschen Texten auftrat. 1982 gab es mehrere Mitgliederwechsel. Fortan war ihr Markenzeichen, mit drei Lead-Gitarristen aufzutreten. 1986 konnten sie beim DDR-Staats-Label AMIGA eine erste (und letztlich auch einzige DDR-) LP veröffentlichen: MONOKEL – Fünf nette, junge Herren die 1a Kraftblues machen.[4] Nach dem Mauerfall kam es zu diversen Fluktuationen und neuen Projekten, aus denen sich zwei Parallelzweige unter zum Teil ähnlichen Namen entwickelten. Gründungsmitglied Jörg „Speiche“ Schütze verließ ca. 1995/96 die Band und gründete die Monokel Blues Band. Infolge von Streitigkeiten um den Bandnamen änderte sich dieser über Mr. Speiches Monokel Blues Band (ab ca. 2010) und Speiches Monokel zu Speiches M (seit Ende 2016).[5] Mindestens einmalig trat Speiche auch unter Speiche and Friends auf.

Der andere Zweig versuchte zunächst mit veränderter Schreibweise M.O.N.O.K.E.L.[6] und ironischer Namensauflösung (Möchten Ohne Not Und Kummer Ewig Leben) genügend Distanz zu entwickeln. Später wurde daraus Monokel Kraftblues.

Zum 25. Geburtstag traten immerhin Mitglieder beider Bands am 3. Oktober 2001 bei einem gemeinsamen Jubiläumskonzert auf. Übergreifende Kooperationen, auch mit diversen Gastmusikern gab es immer wieder. Doch zum 35. Jubiläum gelang eine gemeinsame Feier nicht mehr: „Monokel Kraftblues“ gastierte am 7. Oktober 2011 im Frannz. „Mr. Speiches Monokel Blues Band“ lud 3 Wochen später aus sogar doppeltem Anlass zur Party ins Kesselhaus, bei der sie am 27. Oktober nicht nur den 35. Band-Geburtstag sondern auch den 65. des Bassisten Speiche würdigten.

Logos


Konzerte mit Monokel (inkl. Spaltungs-Projekten)

Veranstaltung Ort
10. Februar 2013 The Blues Band Kesselhaus
17. Juni 2018 Frank „Gala“ Gahler Rathaushof Köpenick
9. Dezember 2014 Molly Hatchet und Speiches Monokel Kesselhaus
16. September 1981 Monokel Jugendklub Langhansstraße
5. April 1996 Monokel Rockfabrik Halford
3. Oktober 2001 Monokel Kesselhaus
16. Juli 2006 Monokel Kraftblues und Gäste Schlosshof Köpenick
7. Oktober 2011 Monokel Kraftblues Frannz
15. Oktober 2016 Monokel Kraftblues und Mike Seeber Trio Frannz
10. August 2007 Monokel & Engerling Biesdorfer Parkbühne
27. August 2010 Mr. Speiches Monokel Blues Band Alexanderplatz
27. Oktober 2011 Mr. Speiches Monokel Blues Band Kesselhaus
16. März 2013 Mr. Speiches Monokel Blues Band BStU-Bildungszentrum
20. Dezember 2013 Mr. Speiches Monokel Blues Band Die Kiste
27. Dezember 2016 Mr. Speiches Monokel Blues Band Kesselhaus
4. März 1997 Paul Rodgers Huxley's
17. Juni 2016 Speiche and Friends BStU-Archiv der Zentralstelle
29. September 2015 Speiches Monokel Blues Band Gedenkstätte Hohenschönhausen
10. Dezember 2015 Speiches Monokel Maschinenhaus

Weblinks

Ausdruck der Bandtrennung und -querelen sind leider auch inkonsequent betriebene Webseiten.

Literatur

Anmerkungen und Einzelnachweise

  1. Sebastian Baur änderte seinen Spitz-/Künstlernamen Basti später zu Buzz Dee.
  2. Die Autobiografie von Gala erwähnt hingegen Michael Werner als Gründungsschlagzeuger (vgl. Frank Gahler: Das Leben ist ne Session. epubli 2013)
  3. Lt. Leitner: Rockszene DDR, S. 446.
  4. Vgl. hierzu u.a. Rocklexikon der DDR, 2. Aufl., Seite 200 f.
  5. Deutsche Mugge zur Bandgeschichte
  6. Speiches Monokel reagierte darauf mit einem Hinweis auf ihrer CD "Nachlass eines Aussteigers", in dem sie auf die CD-Hülle schrieben: Monokel ist nur echt ohne die sieben Punkte.