21. Januar 2020 Control

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21. Januar 2020 Control
Archiv M. Weiss
Archiv M. Weiss
Ort Kant-Kino
Uhrzeit 20:30 (Konzertbeginn)
Eintrittspreis 30,- €
Veranstalter Kant-Kino
Bands/Künstler
Control

Dieses Konzert fand im Rahmen einer "Joy Division Night" am gleichen Ort statt, an dem vor genau 40 Jahren Joy Division der zweite ihrer beiden Auftritte in Deutschland erfolgte. Die Briten traten insgesamt nur 12 mal im Ausland auf.

Markus Reinefeld, der Betreiber des Kant-Kinos in Berlin, der sich dem legendären Ruf seiner Spielstätte bewusst ist, lud am 21.1.2020 zur Joy Division Night in die Kantstraße ein. Das Kino blieb bestuhlt, der Abend startete mit dem Film "Control" von Anton Corbijn, dem das Konzert der Band gleichen Namens aus Saarbrücken folgte und endete mit dem Film "B-Movie“ der Musiker-, Film- und DJ-Legende Mark Reeder, geboren in Manchester und Freund von Ian Curtis. Die Konzertbesucher erhielten ein Plastikarmband, diejenigen mit der Originalkinokarte des JD-Konzertes von 1980 durften umsonst rein.

Erinnerungen

CONTROL - eine 4-köpfige deutsche Joy Division-Cover-Band - legte ein tolles Konzert hin, sie spielten - nach meiner Zählung - insgesamt 29 Stücke in zwei Stunden. Der Sänger Stefan Ochs trug ein blaues Hemd, in Erinnerung an das damalige Outfit von Ian Curtis, wie er zwischendurch erläuterte.

Den Auftakt des Konzerts bildeten die ersten acht Stücke, die Joy Division mit großer Sicherheit in Deutschland gespielt haben: Dead souls, Wilderness, Colony, Insight, Twenty four hours, A means to an end, Transmission, The eternal.

Es folgten u. a. Atmosphere, Love will tear us apart, These days, She's lost control, Day of lords (angeblich die "Hymne" der Band Control), Shadowplay, Interzone, Disorder, Isolation, Passover, New dawn fades, Heart and soul, Decades, Warsaw, Digital, Ice age, They walked in line, Ceremony.

Nach dem Zugabenblock blieben die Musiker auf der Bühne und Mark Reeder kam und beantwortete gutgelaunt 20 Minuten lang Fragen. Joy Division spielten eine "zeitlose Musik" und würden auch heute wieder jüngere Fans haben. Beim ersten Konzert 1980 wären nur ca. 50 Leute da gewesen, die PA lieferte damals einen miesen Klang und das Publikum reagierte recht sauer. Überraschenderweise sei aber anschließend die Stimmung in der Kneipe sehr gut gewesen.

Auf den eben gesehenen Film angesprochen, antwortete MR, er hätte Ian im Plattenladen Rare Records in Manchester kennengelernt. Er habe auch heute noch Kontakt zu Debbie (Ians Frau) und auch Annik (Ians Freundin). Der Hauptdarsteller Sam Riley war ebenfalls gekommen und stand für Autogramme und Fotos zur Verfügung.

In beiden Pausen bestand im Kinohof die Möglichkeit, in geselligem Rahmen mit Bier, Currywurst, usw. weitere Kraft für den dritten Teil der Veranstaltung, den m. E. sehr guten Film "B-Movie", über die Musikszene der Achtziger Jahre in der Mauerstadt zu sammeln.

Kurz nach ein Uhr war dann alles vorbei - Danke für dieses schöne Erlebnis an Markus Reinefeld vom Kant-Kino, vor allem aber an Mark Reeder!--Mwweiss (Diskussion) 22:00, 29. Jan. 2020 (CET)


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