Pankow

Aus Rockinberlin
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Pankow entstand aus Musikern der von Veronika Fischer verlassenen Begleitband 4 PS. Auf der Suche nach einer neuen Frontfigur kamen Jürgen Ehle, Frank Hille, Jäcki Reznicek und Rainer Kirchmann auf André Herzberg, der zuvor mit der Gaukler Rock Band Erfolge feierte. Pankow wurden schnell zu Publikumslieblingen. Aus den anfänglichen Versuchen, Ideen der NDW aufzugreifen, entstand relativ schnell ein eigenes Profil mit typischem Sound und direkteren Texten, als im DDRock sonst üblich.

Pankow galten manchem als die ROLLING STONES des Ostens. Spannender und wichtiger ist aber wohl eher, dass sie in der DDR den Spagat schafften, zwar zu den etablierteren Bands zu gehören, aber dennoch den Charme des ETWAS ANDEREN zu haben. Einerseits bei AMIGA zu veröffentlichen, andererseits authentischen, direkten, deutschsprachigen Rock auf die Bühne zu bringen. Repressionen blieben da nicht aus. Z.B. durfte die fertig produzierte LP „Paule Panke“ viele Jahre nicht erscheinen, obwohl das zugehörige Programm mehrfach LIVE aufgeführt wurde und großen Zuspruch fand. Andere Titel der Band bekamen Rundfunk-Verbot. Und die Stasi war auch dabei…

Dennoch konnte die Band ab spätestens 1984 auch im Westen auftreten; so z.B. mehrfach im Quartier Latin in West-Berlin.

Die durch den Mauerfall hervorgerufenen Umwälzungen in der ost-deutschen Musikszene hatten natürlich auch Auswirkungen auf Pankow. Es kam zu Umbesetzungen, Pausen, zeitweiliger Trennung von André Herzberg und als sich dann noch herausstellte, dass Gitarrist Jürgen Ehle inoffizieller Mitarbeiter für die Stasi war, hatten sowohl die Band als auch das Publikum zunächst ein Verständnisproblem. Dennoch feiert die Band inzwischen ein Jubiläum nach dem anderen und bringt auch im neuen Jahrtausend neue CDs heraus.

Pankow
Band-Logo
Band-Logo
Gründung 1981 Ost-Berlin
Wappen ostberlin.png
Website www.electrocadero.de
Discografie bei Wikipedia
Gründungsmitglieder
Gitarre, Gesang Jürgen Ehle (seit 1981)
Gesang André Herzberg (1981–1990)
Schlagzeug Frank Hille (bis 1985, † 2004)
Keyboard Rainer Kirchmann (bis 1996)
Bass "Jäcki" Reznicek (bis 1986)

Weblinks

Berliner Konzerte mit Pankow

Veranstaltung Ort
30. Oktober 1992 Gewalt ohne mich Die Halle
12. November 1989 Konzert für Berlin mit Joe Cocker u. a. Deutschlandhalle
15. Oktober 1989 Konzert gegen Gewalt (Silly, Pankow u.a.) Erlöserkirche Rummelsburg
15. Dezember 1981 Pankow, Bison, Exzeß KWO [1]
15. Januar 1982 Pankow Haus der Jungen Talente
9. Februar 1982 Berlin-Knüller (Pankow, Keks) Kongresshalle am Alexanderplatz
30. März 1982 Pankow EAW-Kultursaal [2]
16. Mai 1982 Pankow, Formel 1 Jugendklub Langhansstraße
19. Mai 1982 Pankow Kulturpark Plänterwald
29. Dezember 1982 Pankow, Mona Lise Jugendklub Langhansstraße
18. Januar 1983 Pankow Kosmos Kino
22. Juni 1983 Pankow, Mona Lise Kulturpark Plänterwald
2. November 1984 Pankow Haus der Jungen Talente
3. November 1984 Pankow Haus der Jungen Talente
22. Dezember 1984 Pankow Quartier Latin
17. Oktober 1985 Pankow Studentenclub, Bln.-Mitte
21. Dezember 1985 Pankow Quartier Latin
21. Juni 1987 Pankow, Gruppo Sportivo Volkspark Friedrichshain (Freilichtbühne)
15. Dezember 1987 Pankow Quartier Latin
23. Dezember 1987 Pankow Quartier Latin
28. November 1991 Pankow Kellertheater
13. Dezember 1991 Pankow Die Halle
26. August 2006 Pankow Freilichtbühne Weißensee


Diskografie

Literatur

Anmerkungen

  1. KWO steht für Kabelwerk Oberspree – einen Industriebetrieb in Berlin-Schöneweide. Manche solcher Großbetriebe öffneten ihre großen Säle oder gar Kulturhäuser auch für Rockkonzerte.
  2. EAW steht für Elektro-Apparate-Werk – einen Industriebetrieb in Berlin-Treptow. Manche solcher Großbetriebe öffneten ihre großen Säle oder gar Kulturhäuser auch für Rockkonzerte.